05 / 2012: Mit Sicherheit kein Schleudergang

Zusammengenommen knapp tausend Quadratmeter angewandte Messekommunikation: Die beiden kürzlich von dege.kommunikation eröffneten Messestände haben viel gemeinsam und repräsentieren dennoch beispielhaft zwei gänzlich unterschiedliche Ansätze.

„Ich bin viel hin und her gefahren“, meint Agentur-Geschäftsführer Martin G. Dege lachend auf die Frage, wie man zwei Projekte dieser Größenordnung gleichzeitig an verschiedenen Orten realisieren kann. „Am Schwierigsten war es dann irgendwann, die Projekte logistisch auseinander zu halten. Nicht, dass womöglich am Ende etwas in Düsseldorf steht, was eigentlich in Frankfurt gebraucht wird.“ Aber es ging alles gut: Sowohl der Auftritt der Hugo Beck Verpackungs- und Druckweiterverarbeitungsmaschinen auf der Drupa als auch der Neuauftritt der Lavatec Wäschereimaschinen auf der Texcare wurden vom Fachpublikum sehr nachgefragt und interessiert aufgenommen.

Die Marke im Zentrum

Am Ende des Eröffnungstages meinte Hugo Beck-Geschäftsführer Horst Heimann nach einer Runde durch die Halle 14 der Drupa in Düsseldorf: „Wir haben die ansprechendste Präsentation von allen.“ Und Verkaufsleiter Timo Kollmann ergänzte: „Besonders die Dynamik des Messestandes ist für die Besucher sehr spürbar.“

Messestand Hugo Beck

Und diese Dynamik ist Konzept. Oder, wie es Martin G. Dege ausdrückt: „Bei Hugo Beck sollte diesmal die Marke selbst im Zentrum stehen, darauf waren von vorn herein alle Kommunikationsstrategien und Gestaltungselemente ausgerichtet.“ Ausgangspunkt dieses Konzepts war das Schwungelement im Logo von Hugo Beck. Diese Viertelkreise finden sich tatsächlich überall auf dem Stand: Ob die abgerundeten Kanten der Bewirtungs- und Besprechungskabine, die runden Sitzmöbel im Zentrum oder die, in weiten U-Formen die gesamte Fläche überspannenden Banner mit dem Firmenlogo, das zudem auf der zentralen Kabine dreidimensional angebracht war. „Das wirkt sehr plastisch, zugänglich und bis zu den Standrändern kommunikativ“, fasst Dege zusammen, „und auffällig ist es auch: Die Stände drum herum sind alle eckig, kastenartig, statisch. Alles nicht schlecht, aber eben auch ziemlich beliebig und konzeptlos. Dieses Einerlei wollten wir unbedingt vermeiden.“ Das ist gelungen – und zwar nicht nur in Düsseldorf, sondern auch auf der Texcare International in Frankfurt.

Trockner im Waschtunnel

Das Auffälligste am dortigen Stand von Lavatec, der ohne Rückwände und mit fast 500 qm schon an sich beeindruckende Ausmaße hat, sind drei große Bögen, die eine Längsseite des Standes mit der anderen verbinden. 26 Meter lange und drei Meter breite Bahnen überbrücken eine Spanne von insgesamt 18 Metern. An der höchsten Stelle messen diese Bögen ganze acht Meter. „Dafür mussten wir eigens eine Statikberechnung durchführen lassen und spezielle Brandschutzmaßnahmen einplanen“, so Dege, „das hat da sonst niemand.“

Messestand Lavatec

Also auch bei diesem Stand ein dynamisches, sich von der statischen Eckigkeit in der Umgebung abhebendes Gestaltungskonzept. Aber – anders als bei Hugo Beck – wird hier die Marke nicht zum Zentrum des Gestaltungskonzepts. „Dieser Stand ist ein typisches Beispiel einer anlassbezogenen Kommunikation“, erläutert Martin G. Dege: „Der Anlass, von dem hier alle gestalterischen Impulse ausgehen, ist das neue Design der neue Trockner-Serie TT Ecodry.“ Nicht die Marke also, sondern die Trockner. Allerdings darf man die von Lavatec hergestellten Maschinen nicht mit den üblichen Haushaltsgeräten verwechseln: Das sind 4 Meter hohe, mit Edelstahl ausgekleidete Hightech-Industrietrockner, die im Rahmen dieses Auftritts erstmalig präsentiert und die, wie es von Firmenseite hieß, „regelrecht umlagert wurden“.

Kein Wunder, denn es war kommunikativ alles auf diese neue Maschinengeneration ausgerichtet: Unter den gigantischen Bögen stehen diese perfekt gestalteten und ausgeleuchteten Maschinen auf weißem Langflor-Teppich. „Das legen sich andere ins Wohnzimmer“, so Dege, „und dazwischen ist alles in Leder, mit tiefen, weißen Sofas – eben eine bewusst loungige Atmosphäre.“ Auf der gegenüberliegenden Seite des Standes wurde die alte Generation aufgestellt und blaue LED-Leuchtstrahlen laufen über die Bahnen – um den Weg vom Alten zum Neuen anzudeuten. Dieses Licht ist dabei dem Blau der Maschinenkanten nachempfunden, eine Idee, die sich auch bei der Gestaltung der Besprechungskabinen niederschlägt: Teile des Designs wurden hierfür übernommen, sodass man aus der Distanz den Eindruck hat, es handele sich bei den Kabinen um weitere Maschinen.

Messestand Lavatec

Das beste Beispiel für die Produktnähe des Konzepts sind jedoch die Bögen selbst: „Das Design zeigt eine bestimmte Anordnung von Lochmustern und jeder in der Branche weiß sofort, was das ist, nämlich die typische Oberflächenstruktur in Wäschetrommeln. Der gesamte Stand ist damit eine Art gigantischer Waschtunnel.“ Dieser Effekt wurde noch verstärkt durch eine animierte Kamerafahrt in einen solchen Tunnel hinein, die in der Mitte des Stands auf drei Bildschirmen gezeigt wurde; ein Animationsfilm, der komplett von dege.kommunikation konzipiert und realisiert wurde. Hier geht’s zur Animation >>

Rundum sorglos

Aber war das nicht alles sehr teuer? „Das lag schon über dem zunächst angesetzten Budget“, so Dege, „aber als Wolf-Peter Graeser, der geschäftsführende Gesellschafter von Lavatec, diesen Entwurf sah, war er sich sofort im Klaren über die Chance, die sich dadurch seinem Unternehmen bot, seine Inhalte verkaufswirksam zu platzieren. Außerdem konnten wir mit unserem Know-how und unserem Rundum-Service überzeugen, was nur mit einem sehr guten eingespielten Team möglich ist.“

Zu diesem Team gehören Lieferanten aus den unterschiedlichsten Bereichen, die mit dege.kommunikation zum Teil schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Einer von ihnen, ein Beschriftungstechniker, sagte kürzlich über diese Zusammenarbeit, das Besondere an dege.kommunikation sei, dass sich die Agentur, im Gegensatz zu den meisten anderen, nicht nur auf die Gestaltung, sondern auch auf die technische Umsetzung verstehe. „Das ist richtig“, bestätigt Dege: „Wir stecken schon in der Entwurfsphase viel Arbeit in die Umsetzbarkeit, beispielsweise indem wir das gesamte Projekt in 3D-Ansichten umsetzen oder detaillierte Aufbau- und Kabelpläne erstellen.“ Dadurch sei das Angebot anfangs vielleicht etwas teuerer, enthalte aber im Gegenzug auch belastbare Zahlen. „Das schafft Sicherheit und die ist für unsere Kunden enorm wichtig, weil sie sich dann um ihre eigene Messevorbereitung kümmern können.“

Ein ganzheitlich durchdachtes Konzept, effektvolle Gestaltungsideen und ein erfahrenes, hochkompetentes Team für die überraschungsfreie Umsetzung – darauf kann man sich bei dege.kommunikation verlassen. So konnte denn auch in beiden Fällen der erfolgreiche Messestart mit einem guten Scotch begossen werden. Aber nicht zuviel, man muss ja noch zur nächsten Messe fahren.

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