12 / 2012: Die Mühle und ihr Markenbild

Auf der neuen Website der Klostermühle Heiligenzimmern kommt Vieles zusammen: Große landwirtschaftliche Betriebe und der Nachbar von nebenan, eine über 700 Jahre alte Unternehmensgeschichte und die Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

So beschaulich das Tal auch anmutet, in dem sich die Klostermühle Heiligenzimmern befindet, das Landwirtschaftsunternehmen hat Einiges zu bieten: Der Familienbetrieb hat über viele Generationen in praktisch allen Bereichen des ländlichen Lebens und Wirtschaftens Kenntnisse gesammelt und Handelskompetenz erworben. Neben dem landwirtschaftlichen Handel, womit die Klostermühle ihren bei weitem größten Umsatz erwirtschaftet, ist seit einigen Jahren mit dem direkten Verkauf von Produkten für die Nahversorgung ein zweiter Unternehmenszweig dazugekommen. Angeboten werden in erster Linie Mehle, Teigwaren, Öle, Garten- und Tierbedarf sowie auch Frischwaren oder Milchprodukte und natürlich die entsprechende Beratung. Kurz: Eine starke Marke mit Potenzial, das aber aus Marketing-Perspektive bisher kaum genutzt wurde. Um das zu ändern, ist jetzt ein erster Schritt getan: Der neue Webauftritt ist freigeschaltet – umfangreich ohne unübersichtlich zu sein, technisch anspruchsvoll und hochwertig gestaltet.

„Die Herausforderung dieser Anwendung war, dass hier zwei völlig verschiedene Zielgruppen angesprochen werden mussten“, erklärt Martin G. Dege. Auf der einen Seite die Landwirte und Nahrungsmittelverwerter für den Landhandel, auf der anderen Seite die Kunden des Mühlenladens für die örtliche Nahversorgung. „Wir wollten einen Markenauftritt konzipieren, der für beide Zielgruppen funktioniert“, so Martin G. Dege: „denn schließlich profitiert das Markenbild für den Mühlenladen vom Landhandel – und umgekehrt.“

Aber wie kann das gelingen ohne alles in einen Topf zu werfen? Der Landhandel erfordert schließlich eine ganz andere Bild- und Ansprache, hier spielen spezifische Werte, wie Verlässlichkeit und Modernität, eine entscheidende Rolle. Der Mühlenladen berührt dagegen aktuelle Trendthemen, wie die neu entdeckte Landlust oder die zunehmende Bedeutung von Einzelhandel mit persönlicher Beratung und regionalen Produkten.

„Unsere Lösung war folgende“, erläutert Martin G. Dege: „Grundsätzlich zwei parallel laufende Webauftritte, allerdings mit Gemeinsamkeiten, wie der gemeinsamen Landingpage, aber auch die Struktur, die graphischen Elemente, Teile der Bildsprache und Hintergrundinformationen sind bei beiden Unterseiten gleich. Außerdem kann man schnell von der einen auf die andere Seite wechseln.“ Verliert man da nicht den Überblick? „Nein“, meint Martin G. Dege: „Es war uns bei der Gestaltung sehr wichtig, dass jeder eindeutig weiß, ob er sich auf der Seite des Landhandels oder des Mühlenladens befindet. Deshalb haben wir thematisch unterschiedliche Headergrafiken verwandt, eine deutliche Farbdifferenzierung und verschiedenen Formen der Ansprache.“

Neben diesen inhaltlichen Besonderheiten, gibt es aber auch in technischer Hinsicht etwas hervorzuheben: „Einerseits funktioniert diese Website wie eine normale CMS-Seite“, so Martin G. Dege. Sprich: der Kunde kann selbstständig Inhalte einpflegen und aktualisieren. „Andererseits basiert aber die gesamte Seite auf einer Software, die eigentlich für Shopsysteme ausgelegt ist und die wir entsprechend angepasst haben.“ Die Klostermühle hat also zunächst einmal einen modernen, nutzerfreundlichen Webauftritt, der aber ohne gröbere Umbauten um die Applikation eines Online-Shops erweitert werden kann. Damit könnte aus dem örtlichen Mühlenladen schnell ein überregionaler Online-Anbieter werden. Und das alles in diesem beschaulichen Tal.

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